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Brot selbst backen
– die besten Tipps und Tricks


Sie haben schon mehrfach versucht Brot zu backen und es ist immer wieder etwas schiefgegangen? Ihnen gelingt der Teig nicht? Der Teig will seine Form einfach nicht behalten? Oder schmeckt Ihr Brot nach nichts? Brot backen wird von den meisten unterschätzt. Auch wenn es sich nach einem leichten Unterfangen anhört, Brot backen ist weitaus schwerer als das Backen von Süßgebäck. Wilhelm Krome, die 3. Generation der Krome´s Backstube, sagte immer: "Beim Brot backen kann man 1000 Fehler machen." Und genau so ist es. Deswegen haben wir die besten Tipps & Tricks für Sie, dass auch Ihr nächstes Brot ein voller Erfolg wird!

Viel Zeit und Geduld

Zwischen Tür und Angel mal eben schnell ein Brot backen? Das kann ja so schwer nicht sein? Gehen Sie mit dieser Einstellung ans Werk, können Sie ziemlich sicher sein, dass etwas schiefgehen wird. Gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit fällt es besonders schwer, die Zeit und Geduld aufzubringen, die ein gutes Brot benötigt. Aber genau das ist einer der zentralen Erfolgsfaktoren. Geben Sie dem Brot nicht ausreichend Zeit zu Ziehen, können verschiedene Probleme auftreten: Das Brot geht nicht auf oder auch die Bekömmlichkeit des Brotes ist gemindert. Wir haben den ultimativen Tipp, woran Sie erkennen, dass der Teig ausreichend Ruhezeit hatte. Wenden Sie die sogenannte "Fingerprobe" an. Tippen Sie leicht auf die Oberfläche des Teiges, federt der Teig wieder zurück, ist der Teig bereit zur weiteren Verarbeitung.

Sieben des Mehls

Was kaum jemand macht, was aber nicht unterschätzt werden darf, ist das Sieben des Mehls vor der Verwendung. Sieben Sie das Mehl vor der Verarbeitung, kann es das Wasser besser annehmen und lagert mehr Luft (Sauerstoff) im Teig an, was im Gärprozess den Hefe- und Sauerteigkulturen zu Gute kommt.

Einschneiden des Brotes

Mehl gesiebt, Teig geknetet, ausreichend Ruhezeit gegeben und noch immer können Fehler passieren. Sie sollten das Brot vor dem Backvorgang unbedingt einschneiden, sofern Ihr Backofen keine Schwadeneinrichtung hat. Das sorgt später nicht nur für eine schöne Optik, sondern sorgt auch dafür, dass die Brotkruste beim Backen nicht unkontrolliert aufreißt. Unser Tipp ist es, ein scharfes Küchenmesser anzuwenden. Ist das Messer zu stumpf, entstehen keine richtigen Schnitte und Sie können die Porenstruktur des Teiges beschädigen.

Saftig mit knuspriger Kruste

Auch auf die Backform sollten Sie achten. Während echte Bäcker auch freigeschobene Brote (Backen ohne Backform) perfekt backen können, sollten Sie als Anfänger eher auf ein Kastenbrot setzen. Der Teig kann nicht auseinanderlaufen und bleibt formstabil. Bitte beachten Sie: Die Backzeit verlängert sich beim Backen in der Kastenform nicht unerheblich, weil die Feuchtigkeit nur nach oben entweichen kann. Für eine rundum dickere Kruste können Sie das Brot nach Dreiviertel der Backzeit aus der Form nehmen und das letzte Viertel ohne Form backen.

Richtige Temperatur und Zeiten

Damit das Brot im Ofen schön aufgeht, benötigt es eine heiße Anfangstemperatur. Als Wärmespeicher legen Sie beim Aufheizen Ihres Backofens einen Backstein mit in den Ofen und verlängern Sie die Aufheizphase um die doppelte Zeit bei mindestens 230°C. Auf dem aufgeheizten Stein backen Sie das aufgegangene Brot. Nach 15 Minuten Backzeit reduzieren Sie die Temperatur um 40 °C. Je schneller das Bestücken des Ofens klappt, umso besser für das Brot!

Wenn Sie sich diese Tipps & Tricks zu Herzen nehmen, wird auch Ihr nächster Brotback-Versuch sicherlich von Erfolg gekrönt sein. Wir wünschen Ihnen viel Freude mit Ihrem nächsten Brot!